Das HTCW Vergasungsverfahren

HTCW Process HTCW Process Diagram

Idealerweise sollte eine industrielle Abfallverwertungsanlage folgende Kriterien erfüllen:

  • keine oder nur minimale Vorbehandlung des Abfalls
  • optimale Volumen- und Massenreduktion
  • Zerstörung der gefährlichen Bestandteile
  • Nutzung des Abfalls als wertvolles Rohmaterial
  • optimale Nutzung des im Abfall enthaltenen Energiepotentials
  • keine oder nur unerhebliche Erzeugung von zu deponierenden Restoffen

Das HTCW-Verfahren erfüllt diese Kriterien durch eine effiziente thermische und chemische Umwandlung höchst unterschiedlicher Aballfraktionen in Energie und verwertbare Nebenprodukte, ohne die Umwelt zu belasten.

Die Abfälle werden vor Aufgabe in den Vergasungsreaktor nur minimal vorbehandelt: Es wird keiner Sortierung unterzogen, sondern nur grob zerkleinert; metallische oder mineralische Beimengungen können vorhanden sein und sind sogar für den Prozess erwünscht. In Abhängigkeit vom Einsatzmaterial werden die Prozessparameter der Schmelzvergasung durch Zugabe geringer Mengen von Koks und Kalkstein auf die gewünschten Bedingungen eingestellt und die Schmelztemperaturen der mineralischen Schlacken optimiert. Über Abfälle ... >>>

Die verschiedenen Stufen des Hochtemperaturschmelzvergasungsverfahrens wandeln die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Einsatzmaterials um und das Volumen wird reduziert. Das Ergebnis ist ein Synthesegas sowie metallische Schmelzen und mineralische Schlacken. Mehr über Output ... >>>

Es findet eine kontrollierte pyrolytische Zerlegung der organischen Bestandteile des Abfalls statt und es wird ein Gas gebildet, das die Hochtemperaturzone durchläuft. Durch Zugabe von Sauerstoff werden Temperaturen zwischen 1.500°C und 2.500°C erreicht, die organischen Bestandteile werden in niedermolekulare Substanzen zerlegt. Was HTCW von anderen Verfahren unterscheidet ist der hohe Nettowirkungsgrad, d.h. der Nettoenergiegewinn, der dem Endverbraucher zur Verfügung steht. Mehr über Reaktorprinzip ... >>>

Durch die Zerlegung der organischen Bestandteile sowie der Inertisierung der nun konzentriert voliegenden anorganischen Materialen, werden die gefährlichen Eigenschaften des Einsatzmaterials zerstört. Die verbleibenden 1-3% konzentrierte Salze und Stäube erfordern eine Entsorgung.

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